Aus dem Buch «Die Praxis meines Systems» von Aaron Nimzowitsch
Partie 82
1. Sf3 d5 2. b3 c5 3. Lb2 Sc6 4. e3 Sf6 5. Lb5 Ld7 6. O-O e6 7. d3 Le7 8. Sbd2 O-O 9. Lxc6 Lxc6 10. Se5 mit erreichtem "Holländer" 10… Tc8 (H. Wolf zog hier 10… Sd7 - Karlsbad 1923 - und es folgte 11. Sdf3 Tc8 12. De2 Sxe5 13. Sxe5 Le8 14. Dg4 f5 15. De2 Lf6 16. c4 De7 17. f4 ; Weiß leitete in der Folge mittels h3 Kh2 Rf2 Rg1 und g4 einen starken Angriff ein und gewann) 11. f4 Sd7 12. Dg4 Sxe5 (auf 12… f5 wäre gefolgt: 13. Dxg7+! Kxg7 14. Sxc6+ Lf6 15. Sxd8 Lxb2 16. Sxe6+ und gewinnt) 13. Lxe5 (auf 13. fxe5 käme in Frage, zum Beispiel: 13… Ld7 14. Tf3 f5 15. exf6 Lxf6 16. Lxf6 Txf6 17. Txf6 Dxf6 18. Tf1 De5 19. Df4 Dxf4 20. exf4 mit einiger Zentralüberlegenheit (Nd2-f3-e5).) (Oder 13. fxe5 Da5! 14. Tf2 und Weiß hätte die Wahl zwischen dem das Spiel nivellierenden e3-e4 nebst e4xd5 (worauf der Läufer wiedernehmen müsste) oder dem Manöver 15. Nf1, gefolgt von Ng3 und Nh5. Man vergleiche die Ausführungen zum Diagramm 94 (siehe die nächste Partie).) 13… Lf6 14. Tf3 Lxe5 15. fxe5 Dc7 (Jetzt wäre 15… Da5 wegen 16. Tg3 nebst Nf3 nutzlos.) 16. Dh5 h6 (Der Befreiungszug f7-f5 geht zwar noch nicht an (zum Beispiel: 16… f5? 17. exf6 Txf6 18. Txf6 gxf6 19. Dg4+) (aber durch 16. Be8 hätte er vorbereitet werden sollen, zum Beispiel: 16… Le8! 17. Th3 h6 18. Sf3 f5 und der weiße Angriff wäre nicht leicht zu führen gewesen.) 17. Taf1 g6 (Klare Zentralüberlegenheit hätte Weiß auf allfälliges 17… Le8 (statt g7-g6) erreichen können, zum Beispiel: 18. Tg3 f5 19. Dxh6 Dxe5 (drohend Qxg3) 20. Df4 Df6 21. Sf3) (Weniger einleuchtend erschiene dagegen nach 17… Le8 die Opferfortsetzung 18. Tf6 zum Beispiel: 18… Da5! (immer wieder dieser Ausfall!) 19. Txh6 gxh6 usw.) 18. Dxh6 Dxe5 19. Tf6 Dh5 Denn Weiß drohte, mittels g2-g4 und Rf1-f3-h3 unangenehm zu werden. Der Textzug kostet einen Bauern; Schwarz plagt sich zwar noch lange, aber vergeblich. 20. Dxh5 gxh5 21. Sf3 Tc7 22. Th6 f6 23. Sh4 Le8 24. Thxf6 Txf6 25. Txf6 Te7 26. Kf2 Weiß muss "schwarzfeldrig" manövrieren, der Logos der Partie hatte es verlangt, und der Umstand, dass Weiß lieber den f- als den h-Bauern verspeist hat, scheint darauf hinzudeuten, dass der Anziehende die strategische Sachlage keineswegs verkannt hat. Nur macht er einige Züge später einen schwächeren Zug, der unnötigerweise längeren Widerstand gestattet. 26… Kg7 27. Tf4 Ld7 28. Ke2 (Das ist er. 28. Ke1 sollte geschehen sein. Die innere Kraft der schwarzfeldrigen Punkte manifestiert sich äußerst eindrucksvoll. (Bei "schwarzfeldrigem Spiel" hätte man viel eher nur an die Punkte e5 oder g5 gedacht.)) 28… e5 29. Tf5 Te8 Wegen der Stellung des eigenen Königs verbietet sich nun Rh5: 30. Tf2 e4 31. Tf4 Er schafft sich nun wieder, langsam aber sicher, eine schwarzfeldrige Basis. 31… Te5 32. Kd2 b5 33. g3 Lh3! Macht den Springer zu einem zeitweiligen Gefangenen. 34. d4 cxd4 35. exd4 Tg5 36. c3 a5 37. Tf2 a4 38. Ke3 a3 39. Tc2 Lf1 40. Tc1 Ld3 41. Sg2 Die Rollen sind vertauscht, nun ist der Läufer der Gefangene und der Springer tanzt um diesen und schwingt die Keule. 41… Tf5 42. Sf4 Kf7 43. Td1 Nun droht Nxd3, was vorhin wegen Rf3+ noch nicht angängig gewesen wäre. 43… Ke7 44. Sxd3 exd3 45. b4 Schafft das Feld b3 für den eigenen König. Bauer d3 läuft natürlich nicht davon. Es folgte noch 45… Kd6 46. Kxd3 Tf2 47. Td2 Tf3+ 48. Kc2 Ke6 49. Te2+ Kd6 50. Kb3 Td3 51. Te5 h4 52. gxh4 Th3 53. Th5 Kc6 54. Th6+ Kb7 55. h5 und Spielmann gab auf. 1–0