Aus dem Buch «Die Praxis meines Systems» von Aaron Nimzowitsch
Partie 14
1. e4 e6 2. d4 d5 3. Sc3 Sf6 4. exd5 Sxd5 5. Sf3 b6 6. Lb5+ c6 7. Ld3 Le7 8. O-O Sd7 9. Sxd5 cxd5 10. De2 O-O 11. Lf4 Lb7 12. c3 Lf6 13. Tfe1 De7 14. La6 Lxa6 15. Dxa6 Sb8 16. Db5 Db7 17. Te3 Sc6 18. Dd3 g6 19. Lh6 Lg7 20. Lxg7 Kxg7 21. Tae1 Dc7 22. h4 Tae8 23. h5 Df4 24. Se5 Sxe5 25. Txe5 Te7 26. g3 Df6 27. De3 Td8 28. Kg2 Ted7 29. Th1 Kf8 30. Th4 Ke8 31. Dh6 Ke7 32. Tf4 Dh8 33. Te1 Tc8 34. Th1 Dg8 35. Dg5+ Kd6 36. De5+ Kc6 37. a4 Kb7 38. Ta1 Dh8 39. Tf6 Dd8 40. Tf3 Dh8 41. De2 a6 42. De3 Dg7 43. h6 Df8 44. De5 Dh8 45. Tf6 Df8 46. Tf3 Dh8 47. Tf6 Df8 48. Th1 Dd8 49. Tf3 Dh8 50. Tf6 Dd8 51. Tf3 Dh8 52. Tf6 Dd8 53. Tf4 Man vergleiche diese Stellung mit der in der Partie 12 nach dem 33. Zuge von Schwarz entstandenen; der Unterschied liegt in der Art des Flügelangriffs begründet: in der Partie 12 war der vorgeschobene Bauer von einer Linie, in der Partie 14 von einer Schräge sekundiert; die Schräge wirkt aber weniger wuchtig. 53… Tc4 (Das vom Weißen geplante kombinierte Spiel im Zentrum und am Königsflügel zugleich scheitert an der Schwäche des eigenen Damenflügels, vergleiche Vorbesprechung. Statt des Textzuges wäre auch das Entgegenstellen 53… Dh8 möglich, zum Beispiel: 54. Dg7 Dxg7 55. hxg7 h5 56. g4 Tg8 57. gxh5 gxh5 58. Txh5 Txg7+ 59. Kf3 und nun etwa 59… a5 nebst evtl. b5; Schwarz dürfte das Turmendspiel halten können. Der Textzug ist aber viel besser.) 54. Ta1 (Solch einen Zug macht man nur ungern, aber 54. Dg7 wird durch 54… f5 abgewiesen, zum Beispiel: 55. De5 Txa4 56. Dxe6 Te7 57. Df6 Dd7 und Schwarz steht besser.) 54… Tc6 55. Tf6 (55. Dg7 wäre wegen 55… f5 56. De5 Dg5 57. Th1 Te7 nebst Rc4 nicht ungefährlich.) 55… Db8 56. De3 Te7 57. Df3 De8! 58. g4 Dd7 59. Te1 Tc7 Schwarz ist um ein gutes Stück weitergekommen: der Bauer f7 ist gut gedeckt, a4 ist angegriffen, der Punkt g7 aber schwer zugänglich. 60. b3 Dadurch wird der Damenflügel noch mehr geschwächt. 60… Ka7 61. g5 Dd6 62. Dd3 Da3 Damit nimmt Schwarz den Angriff auf. 63. Dc2 Db4 64. Tc1 Da3 65. Te1 Db4 66. Tc1 Da3 67. Te1 Db4 68. Tc1 Dd6 69. Dd3 Da3 70. Tb1 (Falls wieder 70. Dc2 so 70… Tc6 nebst Rec7.) 70… Da2 71. Tf3 e5 Nach ermöglichtem Durchbruch ist die an allen Ecken und Kanten geschwächte weiße Stellung nicht mehr zu halten. Es folgte noch: 72. Te3 e4 73. Dd1 f5! 74. gxf6 Tf7 75. Ta1 Db2 76. Tb1 Da3 77. c4 Txf6 78. cxd5 Tcf7 79. Te2 Dd6 80. Dc2 Dxd5 Schwarz hat nun einen mächtigen Königsangriff erlangt. 81. Kf1 e3 82. Txe3 Dh1+ (Besser als 82… Txf2+) 83. Ke2 Txf2+ 84. Kd3 Dd5 85. Dc8 Td7 (85… Td7 und Aljechin gab auf, denn 86. Te4 würde nach 86… Tf3+ 87. Kd2 Dg5+ zum Matt führen.) 0–1