Projektfreigabe nach KI-Prüfung am 2. November 2026. Das menschliche Sprachlektorat steht noch aus. So prüfen wir
Offene Linie: freie Bahn für die Türme
Auf einen Blick
Eine offene Linie ist eine Linie, auf der keine Bauern mehr stehen. Dort können Türme und Dame weit nach vorn wirken. Aaron Nimzowitsch zählte seine Lehre von der offenen Linie zu den Grundpfeilern seines Systems. Das Ziel ist für ihn das Eindringen über die Linie in die siebte oder achte Reihe.
Kurz erklärt
Schau auf eine Linie von unten nach oben. Steht dort kein Bauer, heisst sie offene Linie. Ein Turm kann sie weit entlangziehen, solange keine Figur im Weg steht.
Nimzowitsch zählt eine Linie schon dann als offen, wenn nur dein eigener Bauer darauf fehlt. Ein gegnerischer Bauer darf noch darauf stehen; er ist dann Ziel oder Hindernis. Heute nennt man eine solche Linie meist halboffen.
Eine Linie öffnet sich, wenn ein eigener Bauer verschwindet. Oft tauscht der Gegner eine Figur ab, die gut in der Mitte steht, und ein Bauer schlägt zurück. Du kannst auch einen Bauern gegen einen gegnerischen Bauern vorschicken und tauschen. Diesen gegnerischen Bauern nennt Nimzowitsch mit einem Wort von Tarrasch die Angriffsmarke.
Das Ziel ist das Eindringen in die siebte oder achte Reihe, und zwar über diese Linie. Dort stehen die gegnerischen Bauern und oft der König. Manchmal ergibt sich dabei ein Angriff auf zwei Figuren zugleich. Nimzowitsch nennt das einen Raubzug.
Beginne mit Lektion 11, dort stellst du einen Turm auf eine offene Linie. Lektion 37 zeigt den Vorposten, Lektion 12 das Eindringen in die siebte Reihe. In den Partien gegen Pritzel und Rabinowitsch kämpfen beide Seiten um die d-Linie.
Zusammengefasst von der Redaktion in eigenen Worten. Das ist kein Zitat.
Hindernisse auf der Linie
Oft steht ein gegnerischer Bauer im Weg. Wird er von einem anderen Bauern gedeckt, hilft es wenig, mit vielen Figuren dagegen anzurennen. Nimzowitsch rät, ihn zuerst mit einem eigenen Bauern anzugreifen. So verliert er seine Deckung.
Ist der Bauer nur von Figuren gedeckt, greifst du ihn mehrmals an. Dann vertreibst du seine Verteidiger, tauschst sie ab oder sperrst sie aus, bis du mehr Angreifer hast. Nimzowitsch nennt diesen langsamen Weg evolutionär.
Erst danach denkst du an ein Opfer, das den Weg mit Gewalt freimacht. Diesen Weg nennt er revolutionär.
Der Vorposten als Helfer
Kommst du auf der Linie nicht weiter, hilft oft ein Vorposten. Das ist eine Figur auf der Linie im gegnerischen Lager, die ein eigener Bauer deckt. Meist ist es ein Springer, auf den Randlinien a, b, g und h eher ein Turm.
Will der Gegner den Vorposten vertreiben, muss er oft einen Bauern ziehen. Dabei schwächt er seine Stellung auf der Linie. Für Nimzowitsch bleibt der Vorposten aber ein Hilfsmittel; das eigentliche Ziel ist die siebte Reihe.
Eine Linie allein genügt nicht
Nimzowitsch erzählt von einem Anfänger, der stolz eine offene Linie zeigte. Turm und Dame hatte er aber schon geopfert. Eine Linie nützt dir also nur, wenn deine Schwerfiguren sie auch benutzen können.
Manchmal dient eine Linie nur als Sprungbrett. Der Turm zieht ein Stück vor und wechselt dann auf eine andere Linie. Auch heute gilt die offene Linie als wichtiges Ziel für Türme. Ob sie wirklich etwas bringt, zeigt aber erst die konkrete Stellung.
Wo du es bei Nimzowitsch findest
- Mein System: I. Teil, 2. Kapitel - Die offene Turmlinie (Originaltext)
Überblick über das Kapitel zur offenen Turmlinie mit allen Abschnitten.
- Mein System: I. Teil, 2.1 Einleitung. Allgemeines und Definitionen Originaltext noch nicht veröffentlicht
Nimzowitsch nennt die offene Linie einen Grundpfeiler seines Systems und erklärt, wann eine Linie offen ist.
- Mein System: I. Teil, 2.2 Die Entstehung (Geburt) der offenen Linie. Auf friedlichem Wege. Durch kriegerisches Vorgehen. Die Angriffsmarke (Originaltext)
Wie eine offene Linie durch Abtausch oder durch einen Bauernvorstoss gegen die Angriffsmarke entsteht.
- Mein System: I. Teil, 2.3 Das Ideal (Endzweck) jeder Linienoperation. Von kleinen Begleiterscheinungen. Raubzug, Umgebung Originaltext noch nicht veröffentlicht
Das Ziel jeder Linie ist das Eindringen in die siebte oder achte Reihe, oft mit Raubzug oder Umgehung.
- Mein System: I. Teil, 2.4 Die möglichen Hindernisse auf dem Wege einer Operationslinie Originaltext noch nicht veröffentlicht
Gedeckte und ungedeckte Hindernisse auf der Linie und der langsame oder gewaltsame Angriff gegen sie.
- Mein System: I. Teil, 2.6 Der Vorposten. Der Angriffsradius. Das Märlein von der Zeitschrift. Womit besetzt man den Vorposten in einer Mittellinie und womit den in einer Randlinie? Der Rollentausch und was dieser beweise Originaltext noch nicht veröffentlicht
Der Vorposten auf der offenen Linie, seine Kraft und die passende Figur für Mittel- und Randlinien.